Schildkrötenart doch nicht ausgestorben

Schildkrötenart doch nicht ausgestorben

Gute Nachrichten aus der Tierwelt: Eine schon ausgestorben geglaubte Schildkrötenart gibt ein Lebenszeichen von sich.

Große Freude über die wiederentdeckte Riesenschildkröte auf den Galapagosinseln
Foto: Parque Nacional Galápagos

Seit 2019 haben Forscher darüber gerätselt, aber jetzt ist es fix: Eine Schildkröte der Art „Chelonoidis phantasticus“ lebt doch noch. Sie galt eigentlich schon seit mehr als 100 Jahren als ausgestorben. Vor zwei Jahren wurde ein Tier auf einer der Galapagosinseln entdeckt. Es handelt sich dabei um eine Riesenschildkröte. Forscher untersuchten das Erbgut des entdeckten Tieres ganz genau und verglichen Proben mit einem Tier, das 1906 lebte. Im Erbgut ist genau niedergeschrieben, wie sich ein Lebewesen entwickelt. Zum Beispiel wird auch das Aussehen dadurch bestimmt.

Auf den Galapagosinseln gibt es insgesamt 15 verschiedene Riesenschildkröten-Arten. Die Forscher hoffen jetzt, dass sich die wiederentdeckte Art erholt und noch weitere Tiere geboren werden.

Wo sind die Galapagosinseln?

Die Galapagosinseln befinden sich etwa 1000 Kilometer westlich vor der Küste Ecuadors in Südamerika. Die Inselgruppe besteht aus ungefähr 130 Inseln. Der größte besiedelte Ort liegt auf der Insel Santa Cruz. 20.000 Menschen leben dort. Von dort aus wird genau kontrolliert, wer in dieses Naturparadies kommt. Die Inseln und das Meer um sie herum stehen nämlich unter strengem Naturschutz.

Das Besondere an den Galapagosinseln sind die einzigartige Natur und die Artenvielfalt. Viele der Tiere und Pflanzen, die es hier gibt, sind endemisch. Das bedeutet: Sie kommen auf der ganzen Welt nur hier vor. Das liegt daran, dass die Inseln so weit weg vom Festland sind und so lange von den Menschen nicht entdeckt wurden. So konnten sich Tiere und Pflanzen über Millionen von Jahren völlig ungestört entwickeln.

Auf der Karte kannst du sehen, wo genau die Galapagosinseln liegen:

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