Osten Österreichs: Lockdown bis 18. April verlängert

Osten Österreichs: Lockdown bis 18. April verlängert

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wurde der Lockdown verlängert. Das haben die Politiker am Dienstag mitgeteilt.

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland müssen wegen Corona wieder Geschäfte geschlossen halten
Foto: Adobe Stock

In den drei Bundesländern im Osten (Wien, Niederösterreich und Burgenland), der sogenannten Ostregion, stecken sich immer noch mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Schuld daran ist vor allem die britische Coronavirus-Mutation. Diese Form des Virus ist ansteckender und führt rascher zu schweren Erkrankungen. Deshalb gibt es gerade sehr viele Menschen, die in den Krankenhäusern behandelt werden müssen, auch auf den Intensivstationen. Auf Intensivstationen werden besonders schwer Erkrankte behandelt. Das ist der Grund, warum sich die Politikerinnen und Politiker in den drei Ländern am Dienstag für eine Verlängerung des Lockdowns entschieden haben.

In den restlichen sechs Bundesländern bleibt es vorerst bei den gerade geltenden Regeln. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte am Dienstag, dass es möglicherweise ab Mai wieder Lockerungen geben könnte.

Das sind die Regeln für Niederösterreich, das Burgenland und Wien

LOCKDOWN (sprich: lokkdaun): In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gibt es bis mindestens 18. April einen Lockdown. Zunächst sollte er nur bis 11. April dauern. Weil jedoch zu viele Menschen in den Intensivstationen im Krankenhaus behandelt werden müssen, wurde der Lockdown noch einmal verlängert.

SCHULE: Seit Ende der Osterferien gibt es in den drei Bundesländern Distanzunterricht. Nach Ende des Lockdowns sollen die Kinder voraussichtlich in die Schule zurückkehren. Davor sollen Kinder sowie Lehrerinnen und Lehrer sogenannte PCR-Tests (sprich: pe-ze-er-tests) machen. Das sind Tests, die genauer sind als die üblichen „Nasenbohrtests“. Hier kannst du nachlesen, wie die verschiedenen Coronatests funktionieren. Du musst aber keinen PCR-Test machen, damit du in die Schule gehen kannst. Die Tests werden nicht alle am ersten Schultag stattfinden, sondern in den ersten Tagen.

AUSNAHME: Für Kinder und Jugendliche von Abschlussklassen, zum Beispiel 4. Klasse Volksschule oder Mittelschule/AHS, letzte Klasse AHS/BMHS, findet  Präsenzunterricht statt. An den 4. Klassen der Volksschulen gibt es also an allen fünf Wochentagen Unterricht im Klassenzimmer, für allen anderen Schichtbetrieb.

GESCHÄFTE: Bis 18. April bleiben die meisten Geschäfte geschlossen. Supermärkte, Drogerien und Apotheken sowie alle Geschäfte, die Dinge, die wir jeden Tag brauchen, verkaufen, dürfen aber weiter offen bleiben.

FRISEURE, MASSEURE: Diese Berufsgruppen dürfen bis mindestens 18. April nicht arbeiten. Auch Museen und Zoos bleiben bis 18. April zu.

FFP2-MASKEN: Bereits jetzt müssen Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren FFP2-Masken beim Einkaufen, in den Öffis und in öffentlichen Innenräumen, zum Beispiel in Schulen, tragen. Das wird jetzt auch im Freien Pflicht, und zwar dann, wenn viele Menschen an einem Ort sind. Auch in der Arbeit müssen solche Masken getragen werden, sobald sich mehr als eine Person im Raum befindet. Wer kann, soll zu Hause im sogenannten Homeoffice (sprich: houm-offis) arbeiten.

AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN: Wie bereits vor und nach Weihnachten gibt es wieder strengere Regeln, warum jemand die Wohnung verlassen darf: zum Beispiel, um zum Arzt zu gehen, um in die Arbeit zu gehen, um mit dem Hund hinauszugehen, allein draußen Sport zu machen, jemandem in Not zu helfen oder um spazieren zu gehen. Diese Beschränkung gilt den ganzen Tag und die ganze Nacht über. Treffen dürfen sich nur mehrere Personen, die zusammenwohnen mit einer einzelnen Person eines weiteren Haushaltes. Diese Person muss außerdem eine enge Bezugsperson sein.

MASKENPFLICHT IN WIEN: In Wien müssen seit 1. April auch im Freien, wo viele Menschen zusammenkommen, FFP2-Masken getragen werden, zum Beispiel an folgenden Plätzen: Donaukanal, Schwedenplatz, Stephansplatz, Karlsplatz mit Resselpark und Maria-Theresien-Platz. So soll das Virus besser eingedämmt werden.