Diese Tiere drehen richtig laut auf

Diese Tiere drehen richtig laut auf

Am 28. April ist der „Tag des Lärms“.  Wer im Reich der Tiere für Radau sorgt.

Der Löwe braucht natürlich gar kein Megafon, damit er gehört wird. Er brüllt nämlich von Natur aus sehr laut
Foto: Adobe Stock

Gut gebrüllt, Löwe!

Sein Titel, „König der Tiere“, kommt nicht von ungefähr. Denn beginnt ein Löwe erst einmal zu brüllen, kann man das selbst in weiter Ferne noch hören. Den anderen Tieren möchte er damit vor allem eines sagen: „Ich Chef, du nix.“ Bis zu 114 Dezibel: Das Brüllen eines Löwen ist fast so laut wie ein Presslufthammer.

Hände hoch!

Peng, peng, peng! Zwar ist der Pistolenkrebs nur so groß wie eine Streichholzschachtel – auf Beutefang geht er aber trotzdem. Dafür schleicht er sich an, packt sein Opfer und entsichert seine rechte Knallschere, um damit zu schießen. Der Pistolenkrebs ist dafür bekannt, mit seiner Schere Luftblasen zu erzeugen. Wenn diese platzen, entstehen gefährliche Lichtblitze. Das Wasser wird dabei fast so heiß wie die Oberfläche der Sonne. Kleine Tierchen haben gegen den Pistolenkrebs also keine Chance, denn sie werden betäubt oder verletzt. Auch Glasgefäße sind kein Hindernis für diese Krebse: Sie können sich sogar Richtung Freiheit sprengen.
Mehr als 200 Dezibel: Das Geräusch eines Pistolenkrebses, auch Knallkrebs genannt, ist lauter als eine Raumfahrt-Rakete.

So sieht ein Pistolenkrebs aus
Foto: Imago

Ich quak dir was

Klein, aber oho: Sobald sich der karibische Coqui-Baumfrosch auf Brautschau begibt, ist es vorbei mit der Ruhe. Die „Koo-kii“-Rufe der Männchen sollen nämlich so unerträglich laut sein, dass die Menschen in ihrer Umgebung blitzartig das Weite suchen. Dabei ist das Tier nicht größer als eine Euromünze. Bis zu 100 Dezibel: Beginnt ein Coqui zu quaken, dann ist er in etwa so laut wie eine Autohupe.

So sieht ein Coqui aus
Foto: Imago

Der Rekordtaucher

Ächzen, klingeln, keuchen – das alles machen Pottwale, um auf sich aufmerksam zu machen. Am häufigsten senden sie aber Klicklaute aus. Zwar sind die Meeressäugetiere dabei unheimlich laut, wir Menschen bekommen aber trotzdem nichts davon mit. Das liegt daran, dass Pottwale gewissermaßen in einer Geheimsprache sprechen. Die von ihnen erzeugten Töne sind nämlich viel zu tief für das menschliche Gehör. Der Pottwal gehört aber nicht nur zu den lautesten Tieren der Welt. Er ist auch Rekordhalter, wenn es um das schwerste Gehirn der Welt geht. Mit bis zu 9,5 Kilogramm wiegt es so viel wie ein kleiner Hund. Die Lautstärke der Töne, die ein Pottwal von sich gibt, ist mit mehr als 200 Dezibel vergleichbar mit der Explosion einer Bombe.

Kleine Krawallnudel

Wer im Sommer Urlaub am Meer macht, der weiß: Das Zirpen von Zikaden gehört abends einfach dazu. Während sich manche Arten im Flüsterton unterhalten, halten sich andere nur ungern an die Ruhezeiten. Das kann dann schon einmal zur Belastungsprobe werden. Experten vergleichen die Geräusche der afrikanischen Sing-Zikade zum Beispiel mit dem Geräusch einer kaputten, viel zu lauten Stromleitung. Bis zu 100 Dezibel: Das Gezirpe mancher Zikaden kann man mit der Lautstärke einer Kreissäge vergleichen.

Was sind Dezibel?

Wir Menschen haben für alle erdenklichen Dinge eine Maßeinheit gefunden. Mit Jahren, Monaten, Wochen, Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden können wir zum Beispiel die Zeit beschreiben. Viele wissen gar nicht, dass es dieselbe Möglichkeit auch für die Lautstärke gibt. Und zwar mit einer Maßeinheit namens Dezibel. Umso mehr Dezibel etwas hat, desto mehr Lärm macht es auch. Der lauteste je gemessene Rülpser war mit 107 Dezibel zum Beispiel viel lauter als eine Trillerpfeife mit 80 Dezibel.

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