Corona: Was ist Sputnik-V?

Corona: Was ist Sputnik-V?

In Österreich ist der Impfstoff gegen Covid-19 knapp. Deshalb schauen sich Politiker gerade in Russland nach einem weiteren Impfstoff um.

Der russische Impfstoff „Sputnik-V“ gegen Covid-19 soll sehr gut vor der schweren Erkrankung schützen
Foto: Imago

Sputnik-V (sprich: schputnik-fau) ist der Name eines Impfstoffes gegen Covid-19. Der Impfstoff wurde in Russland entwickelt. In der Europäischen Union ist er noch nicht zugelassen. Das heißt, in den EU-Ländern darf damit noch nicht geimpft werden. Doch das könnte sich bald ändern, vor allem für Österreich. Denn österreichische Politiker überlegen gerade, Sputnik-V-Impfstoff zu kaufen. Warum? Impfstoffe sind hierzulande sehr knapp. Darüber wird in der Politik gerade viel gestritten. Einige sagen, bei den Bestellungen sei etwas schiefgegangen. Menschen hätten beim Einkauf der Impfstoffe Fehler gemacht.

In Österreich dürfen im Moment Covid-19-Impfstoffe von vier Firmen verwendet werden, und zwar von Biontech und Pfizer (sprich: baionntek; pfaisa), Moderna, Johnson & Johnson (sprich: dschonnsn und dschonnsn) und AstraZeneca. Über AstraZeneca wird viel gestritten und diskutiert, weil es unerwünschte Nebenwirkungen nach der Impfung gab.

Weil es wichtig ist, alle Menschen, die es wollen, so schnell wie möglich zu impfen, versuchen österreichische Politiker jetzt, an Impfstoff aus Russland zu kommen. Die Verhandlungen mit dem Land über Sputnik-V laufen gerade. Außerdem müssen österreichische Fachleute noch überprüfen, ob der Impfstoff auch wirksam und ungefährlich ist. Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagt dazu: „Klar ist: Jeder in Österreich eingesetzte Impfstoff muss wirksam und sicher sein.“ In vielen anderen Ländern wird schon mit Sputnik-V geimpft. Der Impfstoff gilt als sehr wirksam gegen Covid-19.

Kann Sputnik-V auch ohne Erlaubnis von der EU eingesetzt werden?

Wenn die österreichischen Politiker gut verhandeln, könnte Sputnik-V schon im April nach Österreich geliefert werden. Um es zu verimpfen, wäre dann aber eine sogenannte Notfallzulassung nötig. Das ist eine Ausnahmegenehmigung. In dieser Notfallzulassung würde stehen, dass Österreich mit Sputnik-V impfen darf. Dass der Impfstoff für alle EU-Länder erlaubt sein wird, könnte aber erst in einigen Monaten der Fall sein.

Gerade wird auch geprüft, ob es möglich wäre, Sputnik-V in Österreich herzustellen. Dazu muss der Impfstoff aber vorher in der EU erlaubt werden.

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